Überstunden-Rechner: Mehrarbeit pro Woche und Monat

Der Überstunden-Rechner vergleicht Ihre Soll-Wochenstunden mit den tatsächlich gearbeiteten Zeiten von Montag bis Sonntag und gibt Plus- oder Minusstunden pro Woche aus, als h:mm und dezimal. Die Hochrechnung auf den Monat multipliziert das Wochenergebnis mit 13 und teilt durch 3, weil ein Vierteljahr genau 13 Wochen hat.

Überstunden berechnen

+1:30 h pro WocheIst 41:30 h gegenüber Soll 40:00 h, dezimal +1,5 Stunden.Hochgerechnet auf den Monat (× 13 ÷ 3): +6:30 h, dezimal +6,5 Stunden.5 erfasste Arbeitstage, im Schnitt 8:18 h pro Tag.

So wird gerechnet

Überstunden pro Woche = Summe der Ist-Stunden Mo–So − Soll-Stunden

Überstunden pro Monat = Überstunden pro Woche × 13 ÷ 3

Die Tageswerte dürfen gemischt eingegeben werden: „8:30“ bedeutet 8 Stunden 30 Minuten, „8,5“ oder „8.5“ ebenfalls. Der Rechner wandelt alles in Minuten um, summiert und zieht das Soll ab; leere Felder zählen als frei. Das Ergebnis zeigt er doppelt, weil Zeiterfassungssysteme meist dezimal rechnen und Dienstpläne in h:mm: 1:30 h sind 1,5 Stunden, 8:40 h dagegen 8,67 Stunden. Wer unsicher ist, wie aus 40 Minuten 0,67 wird, findet die Umrechnung unter Minuten in Dezimalstunden. Die Tageszeit selbst aus Beginn, Ende und Pause ermittelt der Arbeitszeit-Rechner.

Beispiele

Soll, Ist und Saldo pro Woche mit Hochrechnung auf den Monat
Soll/WocheIst Mo–SoIst gesamtSaldo/WocheSaldo/Monat
40 h8:30 · 8:15 · 9:00 · 8:00 · 7:45 · frei · frei41:30 h+1:30 h (+1,5)+6:30 h (+6,5)
40 h8:00 · 8:00 · 8:00 · 8:00 · 6:00 · frei · frei38:00 h−2:00 h (−2)−8:40 h (−8,67)
40 h9:00 · 9:30 · 9:00 · 8:30 · 8:00 · 4:00 · frei48:00 h+8:00 h (+8)+34:40 h (+34,67)
38,5 h8:00 · 8:00 · 8:00 · 8:00 · 8:00 · frei · frei40:00 h+1:30 h (+1,5)+6:30 h (+6,5)
30 h6:00 · 6:00 · 6:00 · 6:00 · 6:00 · frei · frei30:00 h±0:00 h (0)±0:00 h (0)

Die dritte Zeile erreicht mit 48 Stunden die Obergrenze aus § 3 ArbZG (8 Stunden an 6 Werktagen); der Rechner blendet ab diesem Wert einen Hinweis ein. Die zweite Zeile zeigt Minusstunden: −2 Stunden pro Woche werden über ein Quartal zu −26 Stunden, also mehr als drei Arbeitstagen.

Woher der Faktor 13 ÷ 3 kommt

Ein Jahr hat 52 Wochen und 12 Monate, ein Monat also 52 ÷ 12 = 4,333 Wochen, dasselbe wie 13 ÷ 3. Wer 1,5 Überstunden pro Woche leistet, kommt so auf 6,5 pro Monat und 78 pro Jahr. Der Faktor ist eine Näherung: Einzelne Monate haben 20 bis 23 Arbeitstage, weshalb der tatsächliche Monatssaldo um ein bis zwei Tagesleistungen vom Rechenwert abweichen kann. Wie viele Stunden ein konkreter Monat hat, steht unter Arbeitsstunden pro Monat.

Rechtsgrundlagen

Das Arbeitszeitgesetz kennt den Begriff Überstunden nicht; es begrenzt in § 3 die werktägliche Arbeitszeit auf 8 Stunden, verlängerbar auf 10 Stunden, wenn innerhalb von 6 Kalendermonaten oder 24 Wochen im Durchschnitt 8 Stunden werktäglich nicht überschritten werden. Ob Überstunden geleistet werden müssen und wie sie vergütet oder durch Freizeit ausgeglichen werden, regeln Arbeitsvertrag, Tarifvertrag und Betriebsvereinbarung; ohne Regelung gilt nach § 612 BGB eine Vergütung als stillschweigend vereinbart, wenn Mehrarbeit nur gegen Bezahlung zu erwarten ist. Der Arbeitgeber muss nach § 16 Abs. 2 ArbZG alle Arbeitszeiten über 8 Stunden werktäglich aufzeichnen und die Nachweise zwei Jahre aufbewahren. Für Minijobs gilt zusätzlich die Aufzeichnungspflicht nach § 17 MiLoG, deren Stundengrenze der Minijob-Stunden-Rechner zeigt.

Stand September 2026. Pauschalabgeltungen im Arbeitsvertrag („mit dem Gehalt sind alle Überstunden abgegolten“) sind nach der Rechtsprechung nur wirksam, wenn der Umfang klar begrenzt ist; Tarifverträge sehen häufig Zuschläge ab bestimmten Schwellen vor. Der Referentenentwurf für eine Wochenhöchstarbeitszeit ist nicht in Kraft. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung zu Ihrem Arbeitsvertrag.

Grenzen des Rechners

Wie rechne ich Überstunden in Dezimalstunden um?

Minuten durch 60 teilen: 1:30 h sind 1,5 Stunden, 2:20 h sind 2,33 Stunden. Der Rechner gibt beide Schreibweisen nebeneinander aus.

Wie viele Überstunden im Monat sind erlaubt?

Eine feste Monatszahl gibt es nicht; die Grenze ergibt sich aus § 3 ArbZG: höchstens 10 Stunden am Tag und im Schnitt 8 Stunden werktäglich über 6 Monate, also maximal 48 Stunden pro Woche im Durchschnitt.

Zählen Minusstunden gegen Überstunden?

Innerhalb eines Arbeitszeitkontos ja: Der Rechner bildet den Saldo aus allen sieben Tagen, sodass ein kurzer Freitag einen langen Mittwoch ausgleicht. Ob Minusstunden überhaupt entstehen dürfen, hängt von der Vereinbarung ab.

Warum weicht meine Zeiterfassung vom Rechner ab?

Meist wegen Rundungen: Viele Systeme runden auf 6 Minuten (0,1 Stunden) oder 15 Minuten, der Rechner arbeitet minutengenau.

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Stand: September 2026. Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.